Stängel / Triebe werden immer weicher

High!
Bei meinem letzten Grow hatte ich Probleme mit den Pflanzen, weil die Triebe immer schwächer wurden und sich nach unten geneigt haben. Wenn es an den dicken, fetten Buds gelegen hätte, wäre das ja kein Thema. Leider war das Gegenteil der Fall!
So ziemlich jeder Trieb hat sich im Laufe der Zeit nach unten geneigt, so dass ich nach und nach alles festgebunden habe. Da ich mit den Stecklingen von Anfang an nur Probleme hatte, habe ich es auf die Genetik geschoben. Allerdings habe ich ganz zum Schluss bemerkt, dass ich vergessen habe, die Lüfter wieder auf Intervall zu schalten. Somit waren beide Lüfter 24h non-stop an. Vielleicht hatte es ja auch damit zu tun?

Jetzt habe ich im anderen Zelt genau dasselbe Problem! Meine einst prächtige „Painkiller“ wird nach und nach immer schwächer, die Triebe neigen sich zur Seite bzw. nach unten.
Ich habe an zwei Blättern milchige Spuren entdeckt, die auf Thripse hindeuten. Aber bis auf diese beiden Blätter habe ich nichts weiter an Spuren entdecken können.
Außerdem sind mir zwei Fächerblätter aufgefallen, bei denen jeweils ein Blatt vertrocknet ist. Eines davon ist mit den milchigen Spuren…


Die Pflanze hat heute ihren 48. BT und wurde nach Gewicht gegossen, eine Überwässerung kann ich definitiv ausschließen. Ich habe mit Hesi gedüngt, 100% vom Schema.

So sieht das Schätzchen jetzt aus:

Hat wer ´ne Idee, woran das liegen könnte? Muss ich Viagra in die Nährlösung mischen? :wink:

Gruß.

Meine Intuition bei Deinem Blattschaden geht zu Schädlingen. Es sieht weder nach Lichtbrand, Windbrand noch nach Düngerschaden aus. Und silbrig-milchige Blattteile sind da sehr verräterisch.

Kannst du das kaputte Blatt mal in einer Nahaufnahme von unten fotografieren? Am besten die „milchigen Stellen“ einfangen.

Zur Not ein anderes Blatt, das weiter unten an der Pflanze wächst - also eines von den größeren.

Gern auch mehrere Blätter + ein paar Infos zu Deinem Grow:

  • welche Erde genau?
  • Lampe? Abstand? Leistung? Dimmung?
  • Temperatur & Luftfeuchtigkeit?
  • Abluftsituation?

P.S. Ich glaube, dass das Problem der sich biegenden Pflanzen gesondert von den Blattsymptomen betrachtet werden muss.

Tatsächlich sind sich nach unten neigende Pflanzen neu für mich, wobei es in Deinem aktuellen Grow ja nicht so aussieht. Da musste ich dann auch mal GPT befragen… Wobei die Einschätzung realistisch klingt:

Die Kombination aus:

  • Dauerwind
  • leichter Kaliummangel (Anmerkung vom Guru: bei 100% Hesi sollte genug K vorhanden sein, auch wenn Hesi dafür bekannt ist, dass sie recht wenig Kalium in der Mischung fahren. Das System ist ein wenig auf die Nutzung von PK13/14 zum rechten Zeitpunkt ausgelegt)
  • Blütewoche 6–7
  • leichter Schädlingsdruck

→ führt fast immer zu:

:backhand_index_pointing_right: „Gummitrieben“ / „hängenden Tops“ ohne dass die Buds zu schwer sind.

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Das sieht sehr nach Thripse aus; da bin ich inzwischen leider Spezialist geworden.
Nehme Amblyseius Californicus für den Befall im Blattbereich.
Da die Viecher sich zum in zwei Stadien sich in der Erde aufhalten, Hypoaspis Miles. Nach spätestens 21 Tagen die Prozedur wiederholen da der Lebenszyklus von Thripse 10-20 Tage dauert.

Wichtig! Solltest du Neemöl oder andere Mittel gegen due Thripse einsetzen lasse genug Zeit vergehen bevor du die Nützlinge einsetzt. Diese werden z.B. vom Neemöl auch platt gemacht!

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High Dr. Green!
Danke für deine Antwort.
Bei meiner letzten Raubmilben-Aktion habe ich die Painkiller gleich mitversorgt. Daher dachte ich, dass ich die Thripse los bin bzw. die sich gar nicht erst einnisten können.
Meinst du, es lohnt sich, wenn ich noch einmal Raubmilben besorge? Weil die Pflanze (laut RQS) in ca. ein bis zwei Wochen fertig sein soll.
Und in dem Fall würde es mir reichen, wenn ich ein paar verwertbare Blüten dabei rausbekomme. Ich möchte nämlich testen, ob der Name wirklich stimmt und ich evtl. mein Schmerzmedikament niedriger dosieren kann.
Gruß.

High!
Danke für eine Antwort.

Um deine Fragen zu beantworten:

Erde: Floragard GrowMix
Lampe: 1 x Mars Hydro TS1000 (150 Watt) & 1 x HG Power 100 Watt, beide ca. 25-30cm Abstand, läuft aktuell auf ca. 75% (beide Lampen)
Temp % RLF: die Temperatur beträgt tagsüber ca. 24°C, nachts geht es auf 20°C zurück, RLF ist bei ca. 55% (+/- 5%)
Abluft: hatte vorher ein 100mm-Abluft von Mars Hydro, aber die war mir zu schwach. Habe auf einen 150mm-Lüfter von Vivosun gewechselt (AeroZesh S6). Die Abluft läuft bei mir grundsätzlich ab den ersten Wochen non-stop.

Deine Theorie könnte tatsächlich hinkommen, denn dieses Phänomen habe ich erst, seitdem ich mit Hesi dünge. Vorher habe ich Canna bzw. 420flow benutzt und keine Probleme mit den Stängeln gehabt.
Und am Anfang ist auch alles gut, nur zum Ende hin werden die Triebe schwächer.
Dann werde ich beim nächsten Mal etwas PK13/14 geben und schauen, wie sich das Ganze entwickelt.
Ich habe nochmal ein Foto von der Rückseite des Blattes gemacht, welches ich auch oben gepostet hab. Hoffentlich reicht die Qualität.
Dann noch zwei Bilder von einem Blatt, welches ein paar winzige, milchige Spuren hat. Einmal von oben und einmal von unten.



Seitdem ich das erste Mal Thripse hatte, kontrolliere ich regelmäßig die Blätter. Und bis auf ganz wenige von diesen Spuren habe ich nichts gefunden. Keine schwarzen Punkte auf der Blattunterseite und nichts auf den Blaukarten. Daher bin ich davon ausgegangen, dass ich keine Plage mehr im Zelt habe. :upside_down_face:

Gruß.

So kurz vor Ende macht es keinen großen Sinn mehr denke ich. Du hast ja keinen großen Befall.
Wichtig wäre danach das Zelt ordentlich sauber machen.

Solltest du andere Zimmerpflanzen im gleichen Raum haben könnten auch diese Thripse haben! Das ist mir nämlich passiert. Die hatten es sich auf den Grünlilien auf der Fensterbank gemütlich gemacht :exploding_head:

Was für Töpfe nutzt du? Machst du eine Drainage rein?
Wenn Blätter abkacken kann es auch an den Wurzeln liegen.

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Ich nutze 11l-Stofftöpfe, die auf einem Drainagegitter stehen. Zusätzlich ziehe ich den Drain prophylaktisch mit einer großen Spritze ab, weil ich kein stehendes Wasser im Zelt haben will. Selbst wenn der Boden der Töpfe durch das Gitter von unten trocken ist bzw. keinen Kontakt mit dem Wasser im Untersetzer hat.
Hab gerade mal in meinen Notizen geschaut und mir ist noch was aufgefallen: ich habe bei den ersten Grows immer Rhizotonic gegeben, von Anfang bis Ende. So steht es ja auch im Schema von Canna.
Da ich nach dem Schema von Hesi gieße, habe ich nach der ersten Woche mit dem Wurzelkomplex aufgehört. Ob das eventuell was mit meinem Problem zu tun hat?
Wenn ich gleich im Keller bin, dann schaue ich mir mal einen Wurzelballen vom letzten Grow an. Vielleicht kann ich ja daran was erkennen.

Gruß.